Freitag, 29. Oktober 2010

Ethanol - Der sogenannte "(Trink-)Alkohol"

Angespornt durch den gestrigen Vorfall ein Eintrag zum (Trink-)Alkohol (Ethanol).

Kohlenwasserstoffe

Die Chemie der Organik befasst sich hauptsächlich mit Kohlenwasserstoffverbindungen (vereinfacht: Kohlenwasserstoffen). Von diesen Kohlenwasserstoffverbindung gibt es unsagbar viele (möglicherweise auch unendliche durch ständige Neubildung weiterer Verbindungen). Die Hauptbestandteile dieser Kohlenwasserstoffe sind die Elemente Kohlenstoff (-C), Wasserstoff (-H), Sauerstoff (-O) und Stickstoff (-N). Diese Elemente (und weitere, seltener genutzte) können zu lang- oder kurzkettigen und ringförmigen Verbindungen reagieren. Viele wirken schädlich für den menschlichen Organismus, einige Kohlenwasserstoff-Verbindungen sind lebensnotwendig.
Eine der schädlich wirkenden Verbindungen ist das hier behandelte Ethanol.

Ethanol
Der Ethanol ist ein Kohlenwasserstoffderivat mit der Summenformel C2H6O. Üblich ist auch die Schreibweise, CH3CH2OH, welche insbesondere Gruppe -OH (Hydroxy-Gruppe) hervorhebt, welche jeder Alkohol-Verbindung zu eigen ist. 
Der Schmelzpunkt des Trinkalkohols beträgt -114°C, der Siedepunkt liegt bei 78°C.
Neben seiner Verwendung als Genussmittel greift man auf Alkohol auch zurück, um es u.A. als Lösungsmittel, Desinfektionsmittel, Frostschutzmittel, Reinigungsmittel, Träger für Duftstoffe und Brennstoff zu nutzen. Die Verwendungsmöglichkeiten sind Ethanol sind zahlreich.

Der Konsum von Alkohol hat abhängig von der konsumierten Menge direkte Auswirkungen auf einen Organismus. Beim menschlichen Organismus kann man abhängig vom Blutalkoholspiegel häufig nachfolgende Ausfallerscheinungen beobachten:


Blutalkoholspiegel Wirkungen

0,2 ‰ enthemmende Wirkung mit Steigerung der Redseligkeit

0,5–1 ‰ „Schwips“ mit Enthemmung, Selbstüberschätzung, Nachlassen der Reaktionsfähigkeit

1–2 ‰ deutliche Angetrunkenheit, beginnende Ataxie, verminderte Sehleistung, teils Aggressivität, Uneinsichtigkeit

2–3 ‰ Trunkenheit, Rausch, starke Ataxie, Denk- und Orientierungsstörungen, später teils Amnesie

ab 3 ‰ schwerer Rausch, Benommenheit bis zur Bewusstlosigkeit, Lebensgefahr durch Atemlähmung, Aspiration von Erbrochenem und Unterkühlung

6–8 ‰ meist tödlich
Quelle: wikipedia.de

Für einen ausgewachenen Mann lässt sich die BAK (Blutalkoholkonzentration) mittels dieser Formel berechnen:
BAK = 0,8/[(2,447 - 0,09516 * Alter in Jahren + 0,1074 * Größe in cm + 0,3362 * Gewicht in kg)] * Alkohol in g

In geringen Mengen eingenommen wirkt Alkohol betäubend und schmerzlindernd. So wird z.B. Kälte nicht mehr verspürt und ein Kältetod ist im Zusammenhang mit Alkohol bereits oftmals vorgekommen.

Alkohol wird weder als giftig noch als gesundheitschädlich eingestuft, im Zusammenhang mit Alkoholkonsum ist aber eine Schädigung der Leber und anderer Organe oftmals zu beobachten. Durch oftmaligen Konsum von Alkohol kann eine Alkoholsucht entstehen, welche selten von Patienten eigenständig besiegt werden kann und nachhaltig alle Zellen des Körpers schädigt. Durch langanhaltenen Alkohol-Konsum kann der "Vitamin B1"-Stoffwechsel gestört werden, was zu einer Polyneuritis führen kann - Epilepsie, Psychosen und ein verfrühter Tod können eine Folge davon sein.

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